Technische Spielereien fürs Eigenheim

Technische Spielereien fürs Eigenheim

Auf der Suche nach Informationen über Baufinanzierung, Haustüren, Dachziegel, Fenster, Jalousien, Kücheneinrichtung und anderen Kleinigkeiten war das Internet unser häufigster Begleiter. Auf den zahlreichen Seiten und Onlineshops kann man sich schon mal einen groben Überblick verschaffen, was die einzelnen Posten kosten. Allein schon die breite Palette an Fenstern und Haustüren überfordert einen am Anfang immens. Denn beim Hausbau ist klar, wer kein Fertighaus bestellt, muss vom Dachziegel bis zum Siphon im Waschbecken alles selbst aussuchen, Preise vergleichen, bestellen, abholen und bezahlen.  Gut beraten ist, wer ständig sein Smartphone bei der Hand hat, um schnell das ein oder andere zu googeln.

 Mit dem Smartphone Licht, Heizung und Co. steuern

Durch Zufall habe ich einen Artikel im Netz gefunden, der die neuen Apps fürs SmartHome vorgestellt hat. Eigentlich eine fantastische Idee, statt nur mit dem Smartphone zu telefonieren und im Web zu surfen, kann man mit dem Handy ganz einfach Heizung, Licht und Co im neuen Eigenheim steuern. Und das auch von unterwegs, egal wo man gerade ist. Voraussetzung ist natürlich, dass man dafür die technischen Voraussetzungen geschaffen hat.

Was früher nur Bill Gates in seinem Hightech-Haus konnte, ist jetzt auch für den Normalbürger Wirklichkeit geworden. Mit dem Smartphone kann man wichtige technische Funktionen des eigenen Hauses von jedem beliebigen Ort aus steuern. Nicht nur Licht und die Heizung kann man so aus der Ferne regeln, sondern auch die Rollländen. Diese und andere Geräte werden einfach über das Smartphone programmiert oder direkt angesteuert. Das Tolle daran: Die technische Umrüstung ist nicht einmal besonders kostspielig.

Geräte vernetzen und los geht‘s

Um die technischen Geräte im Haus zentral per Smartphone steuern zu können, muss man diese miteinander vernetzen. So können die einzelnen Elemente der Technik auch miteinander kommunizieren. Klar braucht man dafür auch das Internet, ohne läuft gar nichts. Mit der neuen technischen Spielerei kann man dann auch die Waschmaschine exakt dann laufen lassen, wenn der zentrale Rechner den günstigsten Stromtarif ermittelt hat. So kann man sogar noch richtig Geld beim Stromverbrauch einsparen. Die meisten Dinge im Haus lassen sich per Funk regeln. Da spart man auch an den zu verlegenden Kabeln.

Dem Einbrecher ein Schnippchen schlagen

Diebe werden magisch angezogen von verwaisten Häusern. Wer also zwei Wochen in den Urlaub fährt, sollte lieber vorsorgen. Mit einer SmartHome App kann man Anwesenheit simulieren, ohne tatsächlich da zu sein. Steuern Sie einfach per Smartphone ihre Rollläden, schalten Sie in einzelnen Zimmern das Licht an und wieder aus. So wirkt das Haus bewohnt. Einbrecher werden somit gar nicht erst auf die Idee kommen, in ihr trautes Heim einzubrechen, während sie am Strand liegen und die Ruhe genießen.

Was die SmartHome Apps können

Aus der Ferne kann man zum Beispiel die Heizung aktivieren, wenn man mal früher nach Hause kommt. Wer seine Räume mit Musik beschallen möchte, macht das mit der Musikserver Zone, ein- und ausschalten, lauter, leiser, Source wechseln – ein Kinderspiel, jedoch kein Spielzeug. Wer eine Alarmanlage vernetzt, kann diese aktivieren und deaktivieren und den aktuellen Status einsehen. Geht der Alarm los, kommt sofort eine Benachrichtigung aufs Smartphone. Natürlich gibt es noch eine Reihe weiterer Funktionen, die man je nach Bedarf auswählen kann.

Berechnung der Baufinanzierung

Bereits Anfang des Jahres 2013 waren wir bei verschiedenen Banken und haben Konditionen für eine Baufinanzierung angefragt, um schon mal zu wissen was unsere Finanzen hergeben und wie viel das Haus kosten kann. Bei der Berechnung der Baufinanzierung spielen allerlei Kriterien eine wichtige Rolle. Im Internet gibt es diverse Ratgeber zur Baufinanzierung die Aufschluss über die Berechnung geben, die aber natürlich nicht das Gespräch mit der Bank ersetzen können.

Die wichtigsten Kriterien zur Berechnung der Baufinanzierung:

  • Grundstück und Hausbau: Die Bank will in erster Linie genügend Sicherheiten und niedrige Risiken bei der Vergabe von Baukrediten eingehen. Drum sollte man wenn möglich ein Grundstück in einer gefragten Lage erwerben und ein hochwertiges Massivhaus bauen. Sind diese Gegebenheiten erfüllt, kann die Baufinanzierung sogar um einige Prozentpunkte günstiger werden.
  • Persönliche und Familiäre Situation: Günstige Kredite bekommen hier vor allem Familien mit solidem Umfeld im Gegensatz zu Singles, die allein für die Tilgung aufkommen müssten.
  • Vorhandenes Eigenkapital und Eigenleistungen: Eigenleistungen werden wie Eigenkapital angesehen und können daher die Kreditkosten senken. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, umso günstiger wird auch in diesem Fall die Finanzierung.
  • Einkünfte und Schufa: Die monatlichen Einkünfte spielen eine wichtige Rolle. Meist wird eine Haushaltsrechnung verlangt, in der alle Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt werden. Bleibt unterm Strich noch eine deutlich positive Ersparnis wovon die zukünftigen Raten bezahlt werden können ist man schon fast auf der sicheren Seite. Einträge in der Schufa sind für die Bank ein sehr schlechtes Zeichen. Dadurch können nicht nur die Zinsraten ansteigen, hier droht möglicherweise sogar eine komplette Absage der Baufinanzierung
  • Inanspruchnahme Baukredit-Konditionen:  Die wichtigsten Kriterien sind die Laufzeit des Kredits und die Festsetzung der momentanen Zinsen. Bereits 0,1 Prozentpunkte machen über die Jahre einige tausend Euro aus. Weiterer Punkt ist die Tilgungsrate.

Einige Unterlagen die nicht fehlen dürfen:

Lohn-/Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate. Bei Selbstständigen die Einnahmeüberschussrechnung der letzten 2 oder 3 Jahre, die BWA des aktuellen Jahres, die Einkommenssteuererklärung des letzen Jahres sowie der Einkommenssteuerbescheid des letzten Jahres. Des weiteren Grundbuchangaben (Kaufvertragsentwurf vom Grundstück), eine Flurkarte oder Lageplan, die bereits besprochene Baukostenaufstellung vom Architekten, die Wohnflächenberechnung, eine Baubeschreibung, die Aufstellung der Eigenleistungen, ein Grundriss vom Objekt, Nachweis über Eigenkapital, eigene Aufstellung der finanziellen Belastbarkeit.

Die nächsten Schritte: Unsere finanzierende Bank hat uns eine Zusage und den Vertrag zugesendet. Den Baufinanzierungsvertrag haben wir bereits unterzeichnet. Was dann kommt? Beim Notar unterschreibt man den Grundstückskaufvertrag. Nun steht der Bezahlung des Grundstücks  innerhalb der Frist nichts mehr entgegen. Die Bank hat bereits die erste Auszahlung gemacht haben.

Treffen mit dem Architekten – Wünsche nehmen Gestalt an

Unser erstes Gespräch mit dem Architekten hatten wir im März 2013. Wir hatten uns vorsorglich im Internet schon ein wenig belesen, wie sowas abläuft, damit wir nicht Ahnungslos dastehen. Das Gespräch war sehr Aufschlussreich. Zu unserem Glück sind wir mit dem Architekten befreundet und er hat uns alles bis ins kleinste Detail erklärt und uns wichtige Tipps gegeben.

Eine wichtige Frage bei der Planung war natürlich die Größe der zukünftigen Räume. Geplant ist ein Haus mit EG und ein OG auch weil im Baugebiet nur eine 1-geschössige Bauweise erlaubt ist. Im unteren Bereich soll es eine Küche und ein Esszimmer/Wohnzimmer geben. Zudem ein Arbeitszimmer für meinen Mann sowie Dusche mit WC und eine Diele. Im Obergeschoss dann ein großes Bad, die zwei Kinderzimmer unser Schlafzimmer, Ankleide und Flur. Unten 80 m² und oben 60m². Alles in allem genug Platz für uns vier. Generell verfolgt er für die erste Planung den Ansatz alle Zimmer etwas kleiner zu planen, weil sie später einfacher groß gemacht werden können. Ein Keller ist nicht geplant. Dafür eine Doppelgarage im Seitenbereich des Hauses.

Wichtig war uns ein großes Wohnzimmer, damit wir einen großen Esstisch und eine gemütliche Sofainsel unterbringen können. Auch der Küchenbereich soll ausreichend groß werden, da wir gerne eine Kochinsel haben möchten, an der alle zusammen kochen können.

Auch zu unserer gewünschten Ausstattung hat sich der Architekt Notizen gemacht. Dazu zählen nicht nur elektrische Rolläden im EG, sondern auch die Auswahl unserer Türen und Fenster und die Wahl des Daches. Einen kleinen Kamin im Wohnzimmer werden wir dann auch haben, für lauschige Winternächte bei knisterndem Kaminfeuer. ;-)

Wer ein Haus in Eigenregie aufbaut, muss sich über Alles Gedanken machen auch wenn er keine Ahnung davon hat. Unser Architekt hatte zum Glück alles im Griff und konnte uns bei der richtigen Auswahl des Daches und der Außenverputzung hilfreich zur Seite stehen. Wenn man mit sowas noch nie in Kontakt gekommen ist, nimmt man am Ende einfach nur das was einem gefällt ohne auf die Kosten oder Nachteile zu schauen. Besprochen wurde auch das Thema Heiztechnik. Dabei haben wir uns für eine Gasheizung mit einem Kamin, der an die Heizung angebunden ist entschieden.

Zu jedem Punkt hat uns unser Architekt gefragt wie viel wir in Eigenleistung machen wollen, was dann auch in die Baukostenberechnung mit eingeht. Wenn man viel selber macht oder mit Hilfe von Bekannten kann man eine Menge vor allem an Lohnkosten sparen.  Wenige Tage später hat uns unser Architekt dann die Baukostenberechnung vorgelegt. Diese setzt sich zusammen aus Materialkosten, Lohnkosten abzüglich der Eigenleistung und Baunebenkosten. Baunebenkosten setzen sich aus Anschlüssen, Vermessungen, Behördenrechnungen, Finanzierung, Versicherungen, Architektenleistungen zusammen. Dafür hat der Architekt ca. 22.000€ zusätzlich veranschlagt. Hinzu kommen weitere Kosten für Grundstück, Grunderwerbssteuer, Außenanlagen und nicht zu vergessen für die Einbauküche, die auch nicht ganz billig ist.

Was passiert als nächstes? Anschließend haben wir uns Gedanken über die Baufinanzierung gemacht. Das Grundstück war bereits für uns reserviert, Gesamtbaukosten kalkuliert. Nun fehlte nur doch das Geld also folgten Termine mit Banken und Finanzmaklern. Dazu mehr in meinem nächten Post.

Von der Entscheidung für den Hausbau..

Wer jetzt denkt Grundstück kaufen und einfach loslegen, der hat sich grundlegend geirrt.Ich dachte früher auch: So wir gehen jetzt los, suchen uns ein Grundstück und dann bauen wir. Weit gefehlt! Bis so ein Haus steht vergehen locker 1-2 Jahre. Und wie ins so vielen Dingen im Leben, ist Vorbereitung alles.

Angefangen hat alles im Januar 2013. Nachdem wir uns im Bereich Eigentumswohnung in der Stadt umgesehen haben, war das für uns schon eine große Ernüchterung. Zu teuer, zu klein und auch überhaupt nicht das was wir wollten. Ewig an dieselbe Wohnung binden und dann vielleicht mit einem Horrornachbarn, der einem das Leben schwer macht? Das wollten wir auf keinen Fall! Unsere Maklerin, die wir bei einer Besichtigung einer Eigentumswohnung kennengelernt haben hat uns dann darauf gebracht ein Haus in Betracht zu ziehen. Siehe da, sie hatte für uns sogar einige Grundstücke in petto. Peter und ich verdienen nicht schlecht und  wir haben auch ein paar Rücklagen gespart,  den Rest könnte man mit einem Kredit bezahlen. Mit unserer Bonität steht auch alles zum Besten – also wieso nicht ein Haus bauen?

Unser Entschluss war gefasst. Nun musste ein Architekt her. Wie der Zufall so wollte, haben wir einen Architekten im Freundeskreis, der uns sogar noch mit dem Preis entgegenkommen konnte. Zusammen mit ihm haben wir unsere Vorstellungen geklärt, Grundstücke zusammen mit der Maklerin besichtigt und etliche Unterlagen gewälzt. Unsere Ausflüge in ein paar benachbarte Musterhausparks waren auch sehr hilfreich. Dabei bekommt man schon mal so ein Gefühl für die späteren Raumgrößen, wie man Bad und Küche einrichtet, Balkons und Terrassen anlegt. Zwar waren die Musterhäuser nicht wirklich unser Ding aber so haben wir wenigstens herausgefunden, dass wie selber bauen wollen. Im nächsten Post berichte ich dann von unserem Abenteuer mit dem Architekten.

Unser Grundstück ist gekauft – nun kann es eigentlich losgehen…

In meinem ersten Beitrag habe ich bereits geschrieben, dass wir uns ein zauberhaftes Grundstück gekauft haben. (Vielen Dank an unseren Immobilienmakler aus Leipzig) Wir, dass sind mein Ehemann Peter und meine beiden Kinder Sina uns Sven (8 und 10 Jahre alt). Ich bin übrigens Inka – 33 Jahre alte Großstädterin, die es mitsamt Familie auf’s Land verschlagen wird.

Die Kinder werden immer größer und älter und langsam wird der Platz in unserer 140 m² Wohnung knapp. Eine anständige Eigentumswohnung für 4 Personen mitten in der Stadt zu finden ist eigentlich fast aussichtslos und überhaupt haben wir die Nase voll vom Hauptstadtmief. Also haben wir uns gedacht, warum nicht gleich ein Haus bauen. Ein Ort für die Ewigkeit, wo wir alt werden können und die Kinder groß. Einfach so Leben und Wohnen wie wir es wollen. Ohne Nachbarn, ohne Lärm – nah genug an der Stadt und trotzdem weit genug entfernt, um die Natur noch zu spüren.

Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Damit die Kinder weiterhin in ihre alte Schule gehen können, musste unser zukünftiges Haus zumindestens in der Nähe unseres alten Wohnortes liegen. Grundstücke zu finden war kein Problem, jedoch gibt es auch da einiges zu beachten. Im Internet findet man zahllose Angebote von Grundstücken, manche mit Haus, manche ohne. Wir haben uns sofort dafür entschieden nur ein Grundstück zu kaufen und das Haus nach unseren Wünschen drauf aufzubauen. Mein Mann Peter ist handwerklich geschickt und auch ein paar handwerklich begabte Freunde haben ihre Hilfe gleich angeboten. Alleine im Internet kamen wir nicht weiter. Eine Maklerin hat uns dann auf Anfrage unter Ihre Fittiche genommen. Im Wirrwarr der unterschiedlichen Angebote, Unterlagen und Behördengänge wären wir allein gar nicht klar gekommen. Fast jeden zweiten Tag haben wir uns Grundstücke angesehen. Immer wieder verglichen und Gegebenheiten geklärt (Hochwasserschutz, DSL Bandbreite, Wasser- und Stromanschluss). Nach reichlicher Überlegung haben wir uns dann am 7. Februar entschieden. Und ich denke es wird toll werden. Das Grundstück ist so, wie wir es uns immer erträumt haben und günstig war es auch noch. Überzeugt hat uns neben dem fairen Preis die ruhige Lage in der Vorstadt mit großzügigen Wiesen,  kleinen Alleen, Vogelgezwitscher und Nachts kann man hier unzählige Sterne sehen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so eine ruhige Nacht erlebt habe, wie in der Nacht, als wir hier vor lauter Vorfreude noch einmal vorbeigeschländert sind. In der Nähe ist sogar ein kleiner Bach. Den hätten wir den Kindern in der Stadt nie bieten können. Hier können Sie spielen und toben so lange sie wollen. Mit dem Bus kommen sie einfach in die Stadt. Ich kann mir unsere ersten Sommerächte auf unserer Terrasse schon vorstellen. Wenn es doch schon so weit wäre. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg – für unser Ziel nehmen wir die Anstrengung aber gerne in Kauf.

Unser Traum vom Haus :)

Herzlich Willkommmen in meinem Hausbau Blog. Auf diesen Blog können alle unseren Hausbau verfolgen und evtl. von unseren Erfahrungen profitieren. Im Februar 2014 haben wir ein Grundstück gekauft und beginnen jetzt mit der Planung. Dabei geht es erst einmal um Finanzierung, Grundrisse, Ausstattung, Garten und Aussenanlage. Der Einzug ist für 2015 geplant.

Ich werde versuchen jeweils wöchtentlich eine Zusammenfassung zu schreiben.

Viel Spass beim Lesen

Unser Grundstück:

grundstück